Die feministische Zukunft, die wir verdienen

February 19, 2024

Protest für "nur Ja heißt Ja"

By Carmen Blanco Grigelmo

Mitte Januar hat unsere Community Geschichte geschrieben: Die EU hat sich auf ihr erstes Gesetz zur Gewalt gegen Frauen geeinigt. Das bedeutet, dass nach der Verabschiedung alle europäischen Mitgliedsstaaten mehr für den Schutz der Rechte von Frauen und Mädchen tun müssen. [1] Das neue Gesetz ist ein Meilenstein, doch die Freude ist getrübt: Denn das Thema Vergewaltigung blieb außen vor.

Aber es gibt auch viel Positives im Gesetz: Es wird Krisenzentren für Überlebende geben, besser erreichbare nationale Notrufnummern und Schutzräume für Opfer häuslicher Gewalt. Weibliche Genitalverstümmelung, Zwangsheirat und einige Formen der Online-Gewalt werden ebenfalls als Straftaten eingestuft. [2]

Dies wäre ohne Sie und die Unterstützung dieser Gemeinschaft nicht möglich gewesen. Dank dieser Gemeinschaft und der Arbeit unserer Partnerorganisation, der European Women’s Lobby, haben wir gezeigt, wie viel wir gemeinsam bewegen können.

Das haben wir gemeinsam erreicht:

  • Mehr als 140.000 WeMove Europe-Mitglieder haben die Petition "Europa zu einem sicheren Ort für alle Frauen und Mädchen machen" unterzeichnet. [3]
  • WeMove-Aktive schickten Hunderte von E-Mails und Tweets an die Justizminister der wichtigsten Länder.
  • Wir übergaben die Unterschriften an die Europäische Kommission, den Rat und das Parlament und organisierten starke Proteste in Brüssel, Berlin und Paris.
  • Mit Hilfe einer einflussreichen Illustratorin haben wir das Thema in Spanien auf die Agenda gesetzt. Ihr Comic, in dem sie das Gesetz erklärt, erreichte fast 80.000 Menschen! [4]
  • Unsere Kampagne machte Schlagzeilen in wichtigen internationalen Zeitungen wie El País, Euractiv und The Washington Post. [5]

Auch wenn dies ein großer Schritt nach vorn ist, haben die europäischen Staats- und Regierungschefs die Gelegenheit für mutigere Veränderungen verpasst. Sie haben es versäumt, sich auf eine Definition von Vergewaltigung zu einigen, die auf Zustimmung basiert, auf Schutz für Frauen ohne Papiere, auf Maßnahmen gegen sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz und auf das Verbot der Zwangssterilisation von Frauen und Mädchen mit Behinderungen. [6]

Deshalb wollen wir nicht, dass unser Kampf für Gerechtigkeit hier und jetzt endet - und deshalb brauchen wir weiterhin Ihre Unterstützung: Das Gesetz muss verbessert werden

Wir freuen uns, Sie bei unseren nächsten Schritten auf dem Weg zu einem fairen, feministischen und grünen Europa, das wir alle verdienen, an Bord zu wissen.

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