Was wir dieses Jahr gemeinsam erreicht haben
December 11, 2025
Von Till Ehrmann
2025 war ein schwieriges Jahr. Wir erlebten, wie so vieles, was uns am Herzen liegt, angegriffen wurde: unsere Rechte, unsere Zukunft, der Schutz unseres Planeten.
Vielleicht noch überraschender war, was unsere Politiker*innen taten – für diejenigen mit Geld und Macht. Doch wir blieben standhaft. Wir setzten uns weiter für das ein, woran diese Gemeinschaft glaubt: einen lebenswerten Planeten, Demokratie und gleiche Rechte für alle.
Wir haben gemeinsam so viel erreicht.
Sehen Sie selbst, was wir dieses Jahr gemeinsam erreicht haben – es ist wirklich inspirierend.
Große Erfolge für die Natur und unseren Planeten
Gemeinsam stoppten wir ein verheerendes Staudammprojekt, das Europas „Amazonas“ (das Naturjuwel Polesien in Polen) zerstört hätte. Wir schlossen uns mit lokalen und internationalen Partnern zusammen, und fast 145.000 von uns wurden aktiv. Wir sammelten Spenden, um wichtige Medienarbeit zu finanzieren – eine Person unserer Gemeinschaft drehte sogar eine Mini-Dokumentation! Wir erhöhten den Druck auf die polnischen Abgeordneten vor den Wahlen. Und es funktionierte. Polesien ist vorerst in Sicherheit. [1]

Als wir hörten, dass die Europäische Kommission den Schutz von Robben schwächen will, meldeten sich Tausende aus unserer Gemeinschaft zu Wort. Dank unseres gemeinsamen Drucks änderte die Kommission ihre Position und verpflichtete sich zum Schutz der Robben. [2]

Konservative und extremistische Kräfte wollten Europas Klimaziele verwässern. Doch gemeinsam mit Partnerorganisationen in Brüssel hielten wir stand: Unsere Gemeinschaft flutete Minister*innen und Europaabgeordnete mit Nachrichten und verteidigte die Klimaziele der EU. Das ist unser Erfolg. Wir bleiben wachsam gegenüber Angriffen von Klimaleugnern. [3]

Fast Fashion verschmutzt unseren Planeten. Gemeinsam mit Organisationen für saubere Kleidung setzten wir die Kommission unter Druck, damit sie Frankreichs Eco-Score für Kleidung unterstützt. Französische Verbraucher*innen können durch dieses einfache Label nun die Umweltauswirkungen von jedem Kleidungsstück erkennen. Nächster Schritt: Wir kämpfen für die Einführung des Labels in ganz Europa! Seien Sie gespannt. [4]

Wir verteidigen unsere Rechte gegen Angriffe von Extremisten
Extremistische Politiker wollten die Finanzierung von NGOs streichen, die gegen giftige Pestizide oder „Ewigkeitschemikalien“ wie PFAS kämpfen – vertrauenswürdige Partner, mit denen wir regelmäßig zusammenarbeiten. Doch wir sorgten dafür, dass sie mit ihren Angriffen scheiterten. Mit der Hilfe vieler betroffener Gruppen wehrten wir uns. Wir gaben unseren Politiker*innen die nötige Unterstützung, um stark zu bleiben und diese wichtige Finanzierung für Umwelt- und Gesundheitsorganisationen aufrechtzuerhalten. [5]

Gemeinsam verhinderten wir den gefährlichen Plan nach Trump-Vorbild, dass die europäische Polizeibehörde Europol noch mehr überwachen darf. Die Verantwortlichen wollten Unmengen an Daten sammeln, um Schutzsuchende und ihre Helfer*innen auszuspionieren. Kurz vor der Abstimmung erreichten Hunderte von Nachrichten unserer Community die Abgeordneten. Und die schlimmsten Vorschläge wurden verworfen! Ein wichtiger Sieg für die Bürgerrechte. [6]

Wir treten für Liebe und Gleichheit ein
Extremisten wollten antirassistische Stimmen im EU-Parlament zum Schweigen bringen und die französische Wissenschaftlerin Maboula Soumahoro am Reden hindern. Doch unsere Community stellte sich ihnen entgegen und sagte: Nicht mit uns! Das Ergebnis? Soumahoro ergriff bei einer eindrucksvollen Veranstaltung im Europäischen Parlament das Wort. [7] Wir sendeten eine klare Botschaft: Hass hat in unseren Institutionen keinen Platz.

Als die ungarische Regierung den Pride-Marsch in Budapest verbieten wollte und Aktivistinnen mit Geldstrafen und Anklagen drohte, reagierte unsere Community. Wir arbeiteten mit den Organisatorinnen zusammen, um mehr öffentliche Aufmerksamkeit zu erregen. Wir appellierten an die EU-Abgeordneten, Solidarität zu zeigen und den Marsch durch ihre Anwesenheit zu schützen. Mehr als 70 Europaabgeordnete marschierten an der Seite der LGBTQ+-Community. Über 200.000 Menschen nahmen teil – Ungarns größte Pride-Veranstaltung aller Zeiten! Gemeinsam machten wir es der Regierung unmöglich, die Liebe zum Schweigen zu bringen. [8]

Wir erinnern Big Tech daran, für wen Europa da ist
Wir stellten uns Big Tech entgegen – von Google mit seiner Profitgier bis hin zu Musks X, das online Lügen und Hass verbreitet. Wir finanzierten eine Untersuchung der Plattform X und Umfragen zur Macht der Tech-Giganten. Wir demonstrierten mit mobilen Werbetafeln in den Straßen Brüssels. Mit der Unterstützung unserer Partner machte unsere Botschaft auf dem gesamten Kontinent Schlagzeilen und erhöhte den Druck auf die Verantwortlichen. [9] Und sie hörten zu. Die Kommission wird Xs Regelverstöße nun ernst nehmen und hat Google bereits mit einer Geldstrafe von 2,95 Milliarden Euro belegt.

Ein globaler Kampf, der uns am Herzen liegt
Zwei Jahre lang wurde Gaza verwüstet, während viele europäische Regierungen schwiegen. Doch diese Community weigerte sich, wegzusehen. Gemeinsam ergriffen wir die Initiative und forderten die EU-Regierungen auf, Palästina anzuerkennen, den Handel mit Israel einzustellen und gegen den Völkermord vorzugehen. Wir telefonierten und schrieben den Politiker*innen E-Mails, schickten ihnen Postkarten, gingen auf die Straße und errichteten ein Protestcamp vor der EU-Kommission. Wir prangerten ihre Mittäterschaft an und fuhren mit einem Werbewagen mit unserer Botschaft durch Brüssel. [10]
Gemeinsam und als Teil einer weltweiten Bewegung von Millionen Menschen konnten wir erste Erfolge erzielen, als immer mehr EU-Länder Palästina anerkannten und Sanktionen gegen Israel verhängten. [11] Die Lage in Gaza ist weiterhin unerträglich. Doch jeder Fortschritt, den wir erreicht haben, ist allein unserer People Power zu verdanken.
Nächstes Jahr werden wir den Kampf für die Palästinenser*innen und für die Beendigung des Völkermords fortsetzen.

Das passiert, wenn sich Menschen zusammentun, um von Regierungen, Führungskräften und Unternehmen Rechenschaft zu fordern. Wir schöpfen Kraft aus unserer Gemeinschaft und bewirken zusammen Großartiges.
Jede unserer Kampagnen besteht aus kleinen und großen Aktionen. Von der Anmietung von Werbeflächen bis zum Versenden von Postkarten. Finanziert wird alles durch Spenden von Menschen wie Ihnen und mir, die geben, was sie können. Mit einem Beitrag pro Woche, der dem Preis einer Tasse Kaffee entspricht, unterstützen wir die erfolgreichen Kampagnen, hinter denen wir alle stehen.
Ein besonderer Dank gilt den großartigen Organisationen in ganz Europa, mit denen wir zusammenarbeiten, um jeden dieser Erfolge möglich zu machen. Ohne Zusammenarbeit – als Gemeinschaft und mit anderen auf dem Kontinent – ist kein Wandel möglich.


